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LOST & FOUND

Recherche für eine Stückentwicklung 2024/25

Groß ist die Angst zu vergessen. Und vergessen zu werden. Schwer die Vorstellung, dass am Ende nichts mehr übrig bleibt.
In einer Gesellschaft, die auf Produktivität und Aktivität ausgerichtet ist, wird das Vergessen oft verbunden mit  Krankheit, Verlust, Unaufmerksamkeit oder Nachlässigkeit.


Sind Erlebnisse nur dann etwas wert, wenn wir uns an sie erinnern?
Verschwinden Dinge, die nicht erinnert werden?
Ist etwas nicht passiert, weil vergessen wurde, dass es passiert ist?
Ist es möglich sich selbst zu verlieren?
 
Vergessen heißt immer auch erinnern. Wir sind uns der Lücke, die das Vergessen hinterlässt bewusst, erinnern ihre Ränder. Das Markieren der Lücke kann zu Irritationen führen und neues Denken anstiften. Vergessen hat konstruktives Potential!
Die Arbeit richtet den Blick auf das Unverfügbare, das Vergängliche und die Möglichkeit einer befreienden Bedeutungslosigkeit.

"Verliert man das Vergangenheitsgedächtnis, weiß man nicht mehr, wer man ist. Verliert man das Zukunftsgedächtnis, verharrt man für immer in der Gegenwart. Welchen Sinne hat die Gegenwart, wenn es weder Vergangenheit noch Zukunft mehr gibt? Doch was will man machen? Wenn die Schienen unterbrochen sind, muss der Zug eben anhalten."

Aus "Aufzeichnungen eines Serienmörders" von Kim Young-Ha

Lost and Found(1).jpg

LOST & FOUND ist eine künstlerische Recherche, die sich mit Prozessen des Vergessens und Verschwindens beschäftig und die Grundlage für eine Solo-Inszenierung bildet, die in der Spielzeit 2024/25 verwirklicht werden soll.

Das Projekt wird gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der
Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR // Rechercheförderung #takeheart
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